Monday, 10 January 2011 14:22

10 Meditation im täglichen Leben

In unserem letzten Videoausschnitt erklärt Sogyal Rinpoche, wie wir Meditation in unseren Alltag integrieren können.

 

Du kannst Meditation integrieren, während du gehst, während du isst oder während du dich um andere kümmerst – was immer die Situation auch sein mag.

Meditation ist viel einfacher als die meisten Menschen glauben – denn solange du dir dessen gewahr bist, was vor sich geht, und du dabei in der Lage bist, in einem Zustand der Unabgelenktheit zu verweilen, ist alles, was du erfährst, tatsächlich Meditation.

Wenn du beispielsweise die Straße entlang läufst, kannst du deine Aufmerksamkeit auf deine Umgebung richten. Schau dir die Menschen an, an denen du vorbeigehst, die Gebäude, Autos, Blumen oder Bäume.

Lass dich nicht zu urteilenden Kommentaren über alle oder alles hinreißen, was du siehst, sondern gestatte deinem Geist, sich lediglich der Objekte gewahr zu sein, die dir begegnen.

Wenn du auf diese Weise reines Gewahrsein in deine Aktivitäten einbringst, werden Ablenkungen und Sorgen nach und nach verschwinden. Dein Geist wird zu Ruhe kommen und stabiler und friedlicher werden.

Wenn du dann schließlich an deinem Ziel ankommst, wirst du allem, was als nächstes geschieht, mit einem viel entspannteren und offenen Geisteszustand begegnen können.

Stabilität und Zuversicht

Ein weiterer Nutzen davon, einfach nur die eigenen Wahrnehmungen auf diese Weise zu beobachten, besteht darin, dass du dich in das, was du wahrnimmst, viel weniger emotional verwickeln wirst.

Egal was du tust, das Entwickeln von Achtsamkeit und Gewahrsein in der Meditationspraxis wird dir dabei helfen, effizienter zu sein und mehr zu erreichen, mit weniger Anstrengung und weniger Stress.

Und die Einfachheit und Gelassenheit sowie der Humor und Mut, den du durch die Meditationspraxis finden kannst, werden dir dabei helfen, dich nicht von Arbeit überwältig oder ausgebrannt zu fühlen.

Sie werden dir auch eine gewisse Stabilität geben, eine Zuversicht, mit der du dich dem Leben und der Komplexität der Welt stellen kannst, mit einer sorgenfreien Würde, mit Gelassenheit, Leichtigkeit und Humor.

 

Gratuliere, du hast gerade die 10 Schritte-Anleitung abgeschlossen!

 

Wir würden uns über dein Feedback über unseren Kurs freuen und gerne wissen, was deine Erfahrung damit war:

  • Hat Meditation deine Art zu sein verändert?
  • Hat dir deine Meditationspraxis in schwierigen Situationen geholfen?
  • Hast du noch Fragen zur Meditation oder dazu, wie du weitermachen kannst?

Du kannst deine Erfahrungen und Fragen in unserem Forum teilen.


 

Published in Wage es zu meditieren
Monday, 10 January 2011 11:00

2 Why meditate?

Regardless of who we are, the main purpose of our life is to be happy.

In this video, the Tibetan meditation teacher Sogyal Rinpoche offers advice on how to find inner peace and contentment, and explains why meditation has such an important role to play.

 

Inner peace and contentment

All of us share the same wish, and the same right, to seek happiness and avoid suffering.

We spend nearly all our time and energy trying to find happiness, peace and satisfaction.

But do we ever stop to ask ourselves where the real source of happiness and well-being lies? Is it in the ever-changing conditions of the outside world, or within our own mind?

Our society offers an endless array of seductive messages that advertise happiness in money, possessions, fame and good looks.

The trouble is that none of them seems to lead to lasting happiness.

At the same time, we only need to look around us to see how prevalent anxiety, depression, stress and loneliness have become, as well as how our constant hunger for more and more things is threatening the very survival of our planet.

Outer or inner wealth?

If we look closely, we can see that there are two kinds of happiness: one that is based more on physical comfort, and another that comes from a deeper, mental contentment.

Many of us spend so much effort trying to accumulate and maintain material or ‘outer wealth’.

This leaves us very little opportunity to cultivate ’inner wealth’, qualities such as compassion and patience.

But if we have this deeper, inner peace and contentment—this inner wealth—then even when we go through suffering, our minds can still be happy.

This explains how some people can have every material advantage, and still remain dissatisfied and discontent; and others are always satisfied and content, even when faced with the most difficult circumstances.

What do we really need?

Of course, basic necessities such as food, clothing, shelter, health and education are crucial for all of us to live healthy and happy lives.

Beyond these, however, we need to ask ourselves honestly: how many things really deserve our precious time and energy?

There is a saying that ‘Only the foolish go looking for happiness outside of themselves’—because when we do that, then we have no control.

The wise and learned, the saying continues, know that happiness and the causes of happiness are all present within us.

Genuine happiness

You could say that the principal characteristic of genuine happiness is inner peace and contentment.

If you have contentment and inner peace as your basis, your mind will be relaxed and at ease.

If your mind is relaxed and at ease, then no matter what difficulties or crises you encounter, you will not be disturbed. Your basic sense of well-being will not be undermined.

As a result, you will be able to carry on your everyday life, your work and your responsibilities more efficiently, and you will have the wisdom to discern what to do and what not to do.

Your life will become happier, and when difficulties arise, you will even be able to turn them to your advantage.

So, for our own inner peace and stability, taking care of our mind and heart is crucial.

Once our mind is more at peace, then both inner and outer harmony will automatically follow.

That is why we meditate.

Any questions?

If you want to ask any questions, or share your experiences and insights, you can visit our forum at any time

Now move on to
step 3: your first meditation session

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Friday, 07 January 2011 13:57

7 Wichtige Punkte zur Erinnerung

In diesen Videoausschnitten erinnert uns Sogyal Rinpoche daran, dass Meditation wirklich sehr einfach ist, und Mingyur Rinpoche gibt einige wichtige Ratschläge für Anfänger.

 

Hier eine kurze Wiederholung der wichtigsten Punkte, die man im Sinn behalten sollte, wenn man mit einer Meditationssitzung beginnt:

 


Posture

• Rücken aufrecht

• Hände auf den Knien oder im Schoß

• Schultern weit

• Kinn leicht nach unten gezogen

• Mund leicht geöffnet

• Augen offen, Blick leicht nach unten gerichtet

 

Vergiss nicht...

Sitze bequem – der Körper still, der Atem ganz natürlich, der Geist in Frieden

Lass Gedanken und Emotionen kommen und gehen, ohne zu versuchen, sie festzuhalten

Ein laufender Kommentar oder eine Analyse sind nicht nötig

Lass deine Aufmerksamkeit leicht auf dem Ausatem ruhen oder auf dem Objekt, das du gerade betrachtest

Wenn du abgelenkt bist, komm einfach zum Atem oder zum Objekt zurück Entspann dich – sei nicht zu angespannt und verurteile dich nicht selbst


Sei einfach...

• achtsam auf den Atem oder ein Objekt

• dir dessen gewahr, ob du abgelenkt bist

• und bleib weit und offen.

 

Für wie lang?

Wir empfehlen dir, jeden Tag mindestens 15 Minuten zu meditieren.

Wenn du länger sitzen möchtest, oder öfter als einmal pro Tag, kannst du das natürlich tun.

Das wichtigste ist eine Routine zu finden, die für dich funktioniert.

Geistige Haltung

Während der Meditationspraxis musst du nur loslassen und dich entspannen.

Ruhe einfach, offen, im gegenwärtigen Moment und lass alles, was aufkommt, aufkommen.

Welche Gedanken, Emotionen oder Empfindungen auch auftauchen, unterbinde sie nicht. Gehe ihnen aber auch nicht nach. Gestatte dir einfach, dir ihrer gewahr zu sein.

Wenn du in diesem Gewahrsein verweilst, erkennst du, dass du viel größer bist als deine Gedanken, Emotionen und Wahrnehmungen.

Du musst deine Gedanken auch nicht mehr fürchten. Du bist nicht deine Gedanken. Du bist nicht deine Emotionen. Du befreist dich von ihnen, während du die Gewissheit deiner wahren Natur entdeckst.

Folge deinen Gedanken und Emotionen also nicht, sondern sei dir einfach all dessen gewahr, was durch dein Gewahrsein zieht, so wie es ist.

Wir lassen unseren Geist dabei in seinem natürlichem Gewahrsein ruhen, vollkommen unbeinflusst von allem, was sich erhebt.

 

Hast du Fragen?

Wenn du Fragen hast oder von deinen Erfahrungen und Einsichten berichten möchtest, kannst du jederzeit unser Forum besuchen

Mache nun weiter mit dem 8. Schritt: Was Meditation nicht ist

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Friday, 07 January 2011 09:38

4 Getting to know to your mind

In this next video, Sogyal Rinpoche explains what Buddha taught... in just six words.

 

Why is it so important to work with and understand our own mind?

Because the real source of happiness and well-being lies within our mind, and not in the unpredictable and ever-changing conditions of the outside world.

Our restless and impatient minds are quick to make endless judgments and concepts about everything in terms of what we like, what we don’t like, and what we don’t really care about at all.

We think, “I like this,” and feel attachment or desire for it, or we think, “I don’t like that,” and we experience aversion, pain or fear towards it.

We crave things we don’t have, fear losing what we do have, and get depressed at having lost other things. As our minds get tighter and tighter, we feel increasing excitement or pain, and find ourselves caught in an endless cycle of dissatisfaction.

In the end, we spend half of our life chasing after what we like and want, and the other half of our life running away from what we don’t want to encounter. This is what the Buddha called dukkha—suffering.

Simple logic

The teachings of the Buddha are based on straightforward logic and reasoning. If we want to end suffering, we need to eliminate the causes of suffering. Likewise, if we want happiness, we need to cultivate its causes.

These teachings were not given for the sake of being profound, but as a way to help us understand what actually happens to us, and how we can change it.

The Buddha explained that anxiety, fears and suffering come from minds that are overpowered by delusion and distraction.

But if we can tame the mind, then nothing can frighten us, because all fear comes from a mind that is untamed.

To put it simply, in order to tame our mind we need to understand what the mind is and investigate how it works.

Mind is the most important factor

Investigating the mind doesn’t mean we need to make drastic changes to the way we live. It means recognizing how our mind is the most important factor in all the activities of our everyday life, and how it is ultimately responsible for everything we experience.

In order to have mastery over our own lives and be able to help others effectively, we need to understand the reality of our mind and the nature of all our thoughts, emotions and mental attitudes.

Most people think of the mind as being thoughts and emotions, but these are actually just the appearance of the mind, not the true nature of the mind itself.

So, we have these two main aspects of the mind:

—the appearance of mind,

—and the nature of mind.

We spend most of our lives lost in the appearance of mind, without any understanding of the nature of mind itself. We are always looking for our true selves outside of ourselves, in our thoughts and emotions.

So, we are constantly looking in the wrong direction—as if we were facing the west and looking for the sunrise. Or, as the famous saying goes, leaving our elephant at home and looking for its footprints in the forest.

We give so much importance to these appearances, the projections of mind. Whatever thoughts or emotions rise, we let them sweep us away and off into a spiral of stories and illusions, which we take so seriously, we end up not only believing, but becoming as well.

Our potential for transformation

It is not the appearances themselves that are the problem—it is how the mind perceives them, grasps at them, and tries to solidify them as if they were real.

Therefore, in the Buddhist teachings, the main advice for this life is to purify our projections of the mind and realize the nature of mind.

The good news is that this is possible. As the Dalai Lama has pointed out: “A great Tibetan teacher of mind training once remarked that one of the mind’s most marvellous qualities is that it can be transformed.”

Through the practice of meditation, we can tame our mind by becoming more and more familiar with the essence of mind.

When we conquer our own minds, we become master of our perceptions. When we transform our perceptions, then even appearances will begin to change.

Ultimately, through taming our mind, we can arrive at the profound purity of the nature of mind, that great peace which the Buddha spoke of at the moment of his enlightenment over 2,500 years ago in India, beneath the Bodhi tree in what is now known as Bodhgaya.

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Now move on tostep 5: meditation posture

Published in Dare to Meditate
Tuesday, 04 January 2011 18:30

What meditation really is

More and more people are discovering the benefits of meditation.

This ancient method has come to be seen as a powerful support for modern life—something that can be practised anywhere, by anyone, of any age or background.

There is growing scientific evidence that meditation has a positive effect on our health and wellbeing, and meditation techniques are routinely used in the treatment of stress, depression and a wide range of medical conditions.

What Meditation Really Is has been developed by the world-renowned meditation teacher Sogyal Rinpoche after many years of teaching in the West, and with the support of some of his most experienced students.

This unique program is based on the wisdom of the Tibetan Buddhist tradition,making the benefits of meditation available to everybody.


Sogyal Rinpoche

Sogyal RinpocheSogyal Rinpoche is one of the best-known meditation teachers of our time.

Born and brought up in Tibet, he has spent the past 35 years travelling widely in the West, sharing the timeless wisdom of the Buddha's teachings and explaining how meditation can be of greatest benefit in today's fast-paced world.

Rinpoche has a remarkable gift for presenting meditation in a way that is authentic, accessible and relevant to modern men and women. Drawing on the profound experience of the Tibetan tradition, he offers a powerful glimpse of the transformative potential of meditation, and addresses the challenges of life with humour and insight.

His groundbreaking book, The Tibetan Book of Living and Dying, has been acclaimed as a spiritual classic. At a time when more and more of us are seeking inspiration and the tools to live with more wisdom and compassion, the book offers answers to many of our deeper questions. Almost three million copies have been printed in 34 languages, and the book is available in 80 countries. It has been adopted by colleges, groups and institutions, both medical and religious, and is used extensively by nurses, doctors and healthcare professionals.

Published in About us
Tuesday, 04 January 2011 11:21

7 Key points to remember

In these videos, Sogyal Rinpoche reminds us that meditation is really very simple, and Mingyur Rinpoche gives some important advice for beginners.

 

Here’s a recap of some of the key things to keep in mind when you start a meditation session.

 

Posture

• Back straight

• Hands on knees or in your lap

• Shoulders spread

• Chin slightly lowered

• Mouth slightly open

• Eyes open, gazing slightly downward

 

Remember...

Sit comfortably—body still, breathing naturally, mind at peace

Let thoughts and emotions come and go, without trying to hold on to them

There’s no need for running commentary or analysis

Rest your attention lightly on the outbreath, or the object you’re looking at

When distracted, simply come back to the breath or the object

Relax—don’t be too tense, and don’t judge yourself

 

Just be...

• mindful of the breath or object

• aware of whether you’re distracted

• and stay open and spacious.

 

How long for?

We recommend that you meditate for at least 15 minutes each day.

Of course, if you want to sit for longer, or more than once a day, that’s absolutely fine.

The main thing is to find a routine that works for you.

 

Mental Attitude

When practising meditation, all you need to do is let go and relax.

Just rest, open, in the present moment, simply allowing whatever arises to rise.

Whatever thoughts, emotions or sensations come up, you don’t have to block them. But neither do you have to follow them. Simply allow yourself to be aware of them.

When you remain in this awareness, then you realize that you are much bigger than your thoughts, emotions and perceptions.

You don’t have to be afraid of your thoughts any more. Thoughts are not you. Emotions are not you. You become free of them, as you discover the confidence of your true nature.

So, do not follow after thoughts and emotions, but merely be aware of everything that passes through your awareness, as it is.

What we are doing is resting our mind in its natural awareness, completely unaffected by whatever arises.

 

Any questions?

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step 8: what meditation is not

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Tuesday, 04 January 2011 09:28

4 Den eigenen Geist kennen lernen

In diesem Video erklärt Sogyal Rinpoche, was der Buddha gelehrt hat ... in nur fünf Worten.

 

Warum ist es so wichtig, mit unserem eigenen Geist zu arbeiten und ihn zu verstehen?

...weil die wahre Quelle von Glück und Wohlbefinden in unserem Geist liegt – und nicht in den unberechenbaren und sich ständig verändernden Bedingungen der äußeren Welt.

Unser ruheloser und ungeduldiger Geist ist schnell dabei, über alles Konzepte zu entwickeln und endlos Urteile zu fällen, ob wir etwas mögen, es nicht mögen oder ob es uns völlig gleichgültig ist.

Wir denken: „Das gefällt mir“, und empfinden Anhaftung oder Verlangen danach. Oder wir denken: „Das gefällt mir nicht“, und fühlen Abneigung, Schmerz oder Angst davor.

Wir sehnen uns nach Dingen, die wir nicht haben, haben Angst davor, das, was wir haben, zu verlieren, und sind deprimiert, wenn wir etwas verloren haben. Während unser Geist immer angespannter wird, werden wir immer aufgeregter oder deprimierter und fühlen uns gefangen in einem endlosen Kreislauf der Unzufriedenheit.

Am Ende verbringen wir die Hälfte unseres Lebens damit, dem nachzujagen, was wir mögen und haben wollen, und die andere Hälfte unseres Lebens laufen wir vor den Dingen davon, mit denen wir nichts zu tun haben wollen. Das ist es, was der Buddha dukkha nannte – Leiden.

Eine einfache Logik

Die Lehren des Buddha basieren auf schlichter Logik und Schlussfolgerungen. Wenn wir das Leiden beenden wollen, müssen wir die Ursachen des Leidens beseitigen. Genauso müssen wir, wenn wir glücklich sein wollen, die Ursachen von Glück entwickeln.

Diese Lehren wurden nicht gegeben, um tiefgründig zu sein, sondern um uns zu helfen zu verstehen, was wirklich mit uns geschieht und wie wir es verändern können.

Der Buddha hat erklärt, dass Sorgen, Ängste und Leid einem Geist entspringen, der von Verblendung und Ablenkung überwältigt ist.

Doch wenn es uns gelingt, unseren Geist zu zähmen, kann uns nichts ängstigen – denn alle Angst entspringt einem ungezähmten Geist.

Einfach gesagt: Um unseren Geist zu zähmen, müssen wir verstehen, was der Geist ist, und wir müssen untersuchen, wie er funktioniert.

Das Wichtigste ist der Geist

Den Geist zu untersuchen, bedeutet nicht, dass wir unser Leben einschneidend ändern müssen. Es bedeutet, dass wir in all unseren Aktivitäten des Alltags erkennen müssen, welch wichtige Rolle unser Geist spielt und wie er letztendlich für alles verantwortlich ist, was wir erleben.

Um unser Leben zu meistern und in der Lage zu sein, anderen wirksam zu helfen, müssen wir die Wirklichkeit unseres Geistes und die Natur all unserer Gedanken, Emotionen und inneren Einstellungen verstehen.

Die meisten Menschen meinen, der Geist sei die Gedanken und Emotionen, doch diese sind in Wirklichkeit nur die Erscheinungen des Geistes und nicht die wahre Natur des Geistes selbst.

Es gibt also diese beiden Hauptaspekte des Geistes:
—die Erscheinungen des Geistes
—und die Natur des Geistes.

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir mit den Erscheinungen des Geistes und ohne jegliches Verständnis für die Natur des Geistes selbst. Wir suchen ständig außerhalb von uns nach unserem wahren Selbst, in unseren Gedanken und Emotionen.

Wir schauen also immer in die falsche Richtung – als würden wir nach Westen blicken, um den Sonnenaufgang zu sehen. Oder, wie ein berühmtes Sprichwort es beschreibt: Wir lassen unseren Elefanten zu Hause und suchen nach seinen Fußspuren im Wald.

Wir messen den Erscheinungen, den Projektionen des Geistes, so viel Wichtigkeit bei. Welche Gedanken oder Emotionen auch entstehen, wir lassen uns von ihnen mitreißen in einen Strudel von Geschichten und Illusionen, die wir so ernst nehmen, dass wir schließlich nicht nur an sie glauben sondern sogar zu ihnen werden.

Unser Potential für Verwandlung

Die Erscheinungen selbst sind nicht das Problem – sondern wie der Geist sie wahrnimmt, nach ihnen greift und versucht, sie zu verfestigen, als wären sie real.

In den buddhistischen Lehren lautet daher der wichtigste Ratschlag für dieses Leben, die Projektionen unseres Geistes zu reinigen und die Natur unseres Geistes zu erkennen.

Die gute Nachricht ist, dass dies möglich ist. Wie der Dalai Lama deutlich machte: „Ein großer tibetischer Lehrer des Geistestrainings hat einmal gesagt, dass es eine der erstaunlichsten Qualitäten des Geistes ist, dass er sich verwandeln lässt.”

Durch die Meditationspraxis können wir unseren Geist bändigen, indem wir uns mehr und mehr mit der Essenz des Geistes vertraut machen.

Wenn wir unseren Geist bezwingen, beherrschen wir unsere eigenen Wahrnehmungen. Und wenn sich unsere Wahrnehmungen verwandeln, werden sich allmählich sogar die Erscheinungen verändern.

Schließlich können wir durch das Zähmen unseres Geistes zur tiefgründigen Reinheit der Natur unseres Geistes gelangen, dem großen Frieden, von dem der Buddha im Augenblick seiner Erleuchtung vor über 2500 Jahren in Indien unter dem Bodhi-Baum sprach, an jenem Ort, der jetzt als Bodhgaya bekannt ist.

Hast du Fragen?

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Mache nun weiter mit dem 5. Schritt: Die Meditationshaltung

Published in Wage es zu meditieren
Sunday, 02 January 2011 10:39

2 Warum meditieren

Ganz gleich, wer wir sind, das wichtigstes Ziel in unserem Leben ist es, glücklich zu sein.

In diesem Video gibt der tibetische Meditationslehrer Sogyal Rinpoche Ratschläge, wie wir inneren Frieden und Zufriedenheit finden können, und er erklärt, warum Meditation dabei eine so wichtige Rolle spielt.

 

Innerer Frieden und Zufriedenheit

Wir alle haben denselben Wunsch und das gleiche Recht, glücklich zu sein und nicht zu leiden.

Wir verwenden fast all unsere Zeit und Energie darauf, Glück, Frieden und Befriedigung zu finden.

Aber halten wir jemals inne, um uns zu fragen, wo die wahre Quelle von Glück und Wohlergehen zu finden ist? Liegt sie in den sich ständig verändernden Bedingungen der äußeren Welt oder in unserem eigenen Geist?

Unsere Gesellschaft bietet uns eine endlose Vielfalt verlockender Botschaften, die dafür werben, dass Glück in Geld, Besitz, Ruhm und gutem Aussehen zu finden sei.

Leider scheint nichts von alledem zu dauerhaftem Glück zu führen.

Gleichzeitig müssen wir uns nur umsehen, um zu erkennen, wie viele Menchen an Angst, Depression, Stress und Einsamkeit leiden und wie unser ständiges Verlangen nach immer mehr Dingen das Überleben unseres eigenen Planeten gefährdet.

 

Äußerer oder innerer Reichtum?

Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass es zwei Arten von Glück gibt: Die eine basiert auf körperlichem Wohlbefinden und die andere auf einer tieferen, geistigen Zufriedenheit.

Viele von uns bemühen sich sehr, materiellen oder „äußeren Reichtum“ anzusammeln und zu bewahren.

Dadurch bleibt uns kaum Gelegenheit, „inneren Reichtum“ zu entwickeln, das heißt Qualitäten wie Mitgefühl und Geduld.

Doch wenn wir diesen tiefen inneren Frieden und Zufriedenheit erlangt haben – diesen inneren Reichtum – kann unser Geist glücklich sein, selbst wenn wir Leid erfahren.

Das erklärt, warum manche Menschen, die alle materiellen Vorteile genießen, trotzdem unbefriedigt und unzufrieden bleiben, während andere immer befriedigt und zufrieden sind, selbst unter den schwierigsten Bedingungen.

 

Was brauchen wir wirklich?

Natürlich brauchen wir alle ganz grundlegende Dinge wie Essen, Kleidung, Unterkunft, Gesundheit und Ausbildung, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Für alles, was darüber hinausgeht, müssen wir uns jedoch ehrlich fragen: Wie viele Dinge sind es wirklich wert, dass wir kostbare Zeit und Energie für sie aufbringen?

Ein Sprichwort lautet: „Nur Narren suchen das Glück außerhalb von sich selbst“ – denn wenn wir das tun, haben wir keine Kontrolle darüber.

Das Sprichwort fährt fort: „Weise und Gelehrte wissen, dass das Glück und die Ursachen des Glücks in uns selbst zu finden sind.“

 

Wahres Glück

Man könnte sagen, dass die wichtigsten Merkmale wahren Glücks innerer Frieden und Zufriedenheit sind.

Mit Zufriedenheit und innerem Frieden als Grundlage wird dein Geist entspannt und gelassen sein.

Ist dein Geist entspannt und gelassen, wirst du dich nicht aus der Ruhe bringen lassen, welche Schwierigkeiten oder Krisen du auch erlebst. Es wird dein grundlegendes Gefühl von Wohlbefinden nicht beeinträchtigen.

Infolgedessen wirst du deinen Alltag, deine Arbeit und deine Verantwortlichkeiten leichter bewältigen können und du wirst die Weisheit haben, um unterscheiden zu können, was du tun und was du lassen solltest.

Dein Leben wird glücklicher werden und wenn Schwierigkeiten auftreten, wirst du sogar in der Lage sein, sie zu deinem Vorteil zu nutzen.

Um inneren Frieden und Stabilität zu erlangen, ist es daher entscheidend, dass wir uns um unseren Geist und unser Herz zu kümmern.

Ist unser Geist erst einmal friedvoller, werden sich innere wie äußere Harmonie ganz von allein einstellen.

Das ist der Grund, warum wir meditieren.

 

Noch Fragen?

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Mache nun weiter mit dem 3. Schritt: Deine erste Meditationssitzung

Published in Wage es zu meditieren
Saturday, 01 January 2011 11:27

10 Meditation in everyday life

In our final video, Sogyal Rinpoche explains how we can integrate meditation into our everyday lives?

 

You can integrate your meditation while you are walking, or eating, or caring for others, whatever the situation.

Meditation is so much easier than most people think—because as long as you are aware of what is going on and you are able to remain in the state of non-distraction, then whatever you experience is actually meditation.

For example, as you walk down the street, you can bring your attention to your surroundings. Look at the people you pass, the buildings, the cars, the flowers or trees.

Don’t indulge in judgmental commentaries about whoever or whatever you see, but simply allow your mind to be purely aware of the objects that you encounter.

When you bring pure awareness to your activities like this, then distraction and worry will gradually disappear and your mind will settle and become more calm and peaceful.

So when you finally do arrive at your destination, you’ll be in a much more relaxed and open frame of mind to deal with whatever comes next.

Stability and confidence

Another benefit of simply observing your perceptions in this way is that you will find yourself getting far less emotionally involved in what you perceive.

Also, whatever you are doing, cultivating the mindfulness and awareness of meditation practice will help you to be more efficient and accomplish more, with less effort and less stress.

And the simplicity, spaciousness, humour and courage you can find through meditation will help you to avoid being overwhelmed by work or burning out.

It will also bring you a certain stability, a certain confidence, with which you can face life and the complexity of the world with carefree dignity, with composure, ease and humour.

 

Congratulations, you've completed our 10-step guide!

We would love to receive your feedback on the course and hear about your experiences:

  • Has meditation changed your way of being?
  • Did your meditation practice help you in challenging situations?
  • Do you have any other questions about meditation, or how to proceed from here?

 

Published in Dare to Meditate
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